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Lage
CH-8926 Hausen a/A, Müllistrasse 16, Kernzone K1
Konzept
Der Urkörper des Baues war in seiner Grundsubstanz (Fundamente, Sockelmauerwerk, tragende Holzkonstruktion, Dachkonstruktion) in gutem Zustand. Die westseitig in 3 Etappen ausgeführten schopfartigen Erweiterungenen befanden sich dagegen in mangelhaftem Zustand, sei es durch die simple Bauweise, sei es durch fehlenden Unterhalt. Diese 3 Teile wurden deshalb abgebrochen und machten Platz für einen das alte Volumen übernehmenden Ersatzbau. Im stehengebliebenen Urkörper wurden neue Räume integriert, teils durch Umbau ( EG), teils durch Einbau ( OG ). Das Dachgeschoss ist zurzeit nicht ausgebaut und bis auf kleine Reparaturen nicht angetastet worden. Auf grosseTerrainveränderungen wurde weitgehend verzichtet. Grosser Wert ist auf die Ablesbarkeit von alten, bestehenden Bauteilen gegenüber den neuen gelegt. Das gesamte Volumen beinhaltet eine grosse 2½-geschossige 5½-Zi-Wohnung und ein Atelier mit separatem WC und eigenem Eingang. Dazu kommen die zugehörigen Nebenräume sowie in einem Nebengebäude 2 gedeckte Autoabstellplätze. Auf eine Unterkellerung wird verzichtet ( die Schutzraumpflicht muss durch eine Ersatzabgabe erfüllt werden).
Baubeschrieb
Kanalisation Ausführung in HDPE/PVC unter der Bodenplatte. Schmutzwassereinleitung
über einen neuen Kontrollschacht in die bestehende Kanalisation an der Südwestecke
des Wohnhauses (Ass.Nr 785). Nord- ost und südseitig Sickerleitung. Das Sickerwasser
wird zusammen mit dem Dachwasser in 2 neue Sickergruben abgeleitet, auf der
Südwestseite mit einem Überlauf in einBiotop, das normalerweise via
Regenwasserfalle mit Dachwasser gespeist wird.
Die Fundation des Urkörpers wird bis auf eine Vorbetonierung zur Ab-/Unterfangung
im Übergangsbereich zum Neubauteil nicht verändert. Im Neubauteil 7cm Geröllschicht
/Magerbeton, Bodenplatte 20 cm Eisenbeton, Feuchtigkeitsisolation, Sockelwände
in Stahlbeton 20 cm , Perimeterisolation 10 cm
Wand- und Deckenkonstruktionen:
Altbau: Das bestehende Stallmauerwerk wird zum grossen Teil übernommen. aussen
mit 6cm Dämmputz nachisoliert, Kalkputz. Innen besth. Putz abgeschlagen/repariert,
Weissputz Decke über EG : Die bestehende Deckenkonstruktion wird übernommen
( Tonhourdis, bzw. Holzbalken) Decke über OG : Isolation zwischen bestehender
Balkenlage180 mm, Winddichtung/Dampfbremse, Lattenrost 30/50, Gipsplatte 15
mm
Neubau: Neue EG/OG-Aussenwände als Holzrahmenbau, Aufbau von innen nach aussen:
Fermacellplatte 2 x 12.5mm, Holzständer 60/180 ausisoliert mit Cellulose-Flocken
180mm, Weichfaserplatte als Winddichtung 16mm, Horizontal-Lattung, Lüftungsschalung
vertikal, Holz sägeroh, unbehandelt
Innere Trennwände: Leichtbauwände (ausisolierter Holzständer), mit Fermacellbeplankung
12.5/15 mm, gespachtelt , Weissputz. Decken über EG Holzbalkendecke, sichtbare
Balken, Untersicht 3-Schichtholzplatte, Balken und Platten vorgängig weiss
lasiert.Aufbau mit Rieselschutzpapier, Sand 50 mm, Trittschallplatte 20 mm,
3-Schichtholzplatte 27 mm geölt als Gehbelag
Dachkonstruktion:
Die bestehende Konstruktion im Altbau blieb vollumfänglich erhalten. Wo nötig
örtliche Holzbehandlung. Die bestehende Deckung mit Biberschwanzziegeln bieib
erhalten, der Ortbereich wurde west- und ostseitig repariert.Das westtliche
Giebelfeld erhält eine Tyvekwasserabdichtung, eine Horizontalllattung und
wurde mit alten Fassadenbrettern neu eingkleidet um den Pultdachanschluss korrrekt
ausführen zu können.
Neubau: Dachaufbau im Schrägbereich ( Neubau) von innen nach aussen: Gipsplatte
15 mm, Lattung 24mm, Gipsplatte 12.5mm, Celluloseisolation zwischen Sparren
100/200, Unterdach ( Holz-Weichfasern 22 mm, diffusionsoffen) , Konterlattung,
Ziegellattung, Tonziegel Spenglerarbeiten Ausführung in Kupfer.
Fassaden: das besth. Mauerwerk wird verputzt ( bestehende Wände z.T. mit Isolationsputz)
und mit einem feinen Kalkmörtel versehen. neue Sockel mit Perimeterisolation,
verputzt. Das Holzwerk ( Konstruktion, Schalungen) wird roh belassen (keine
Behandlung)
Aussentreppen:Wangen und Geländer Holz/Metall verzinkt, Stufen Holz
Fenster/Fenstertüren : IV, k-Wert 1.0, Holz gestrichen.
Eingangstüren Haustüren in Glas/Metall, IV, thermisch getrennte Profile
Türen/Schreinerarbeiten Innentüren als Volltüren mit Holzzargen, bzw. Holzrahmen/-futter,
gestrichen.
Bodenaufbauten und -Beläge
Neubau: Im EG Betonboden, ( über Erdreich) Feuchtigkeitsisolation, Isolationsplatten
2x 80mm, Trittschall 20mm, Trennschicht, Zementunterlagsboden 60-70mm mit Bodenheizungsrohren,
Wohnbereich Parkett, Buche , gedämpft, geölt; Küchenbereich,Umfeld
Cheminée, Badezimmer/WC: Keram. Platten; im OG 3-Schichtplatten, geölt
mit weissem Pigment
Altbau: im Heizraum besth. Sandstein-/Zementboden, Eingang :Keramische Platten,
im Vorraum : Zementüberzug; teilweise Isolationsunterbau und Zement-U-Boden
Malerarbeiten: alle verputzten , vergipsten bzw. gespachtelten Flächen mit Mineralfarbe
gestrichen, weiss. Innere Konstruktionshölzer und Holzdeckenuntersichten gestrichen
mit wasserlöslicher Lasur, weiss.
Innere Treppen Übergangstreppe Altbau-Neubau in Sichtbeton, eingefärbt. übrige
Geschoss- und Differenztreppen in Holz/Metall
Umgebung: sparsame Bepflanzung mit mehrheitlich einheimischen Stauden, Farnen
und Kletterpflanzen. Einsaaten mit Rasen. Vorplätze, Sitzplätze und Wege eingekiest,
z. T. Zementplatten Zufahrt Schwarzbelag, Kies.
Autounterstand: Holzständerkonstruktion auf 3-seitigem Betonsockel, Lüftungsschalung
auf Ständer montiert, Eindeckung mit Tonziegeln ohne Unterdach. Feuerfeste Ausführung
der Westwand mit Ausmauerung entsprechen den Feuerpolizei-Vorschriften. Boden
Kies gewalzt.